Pferdeausbildung / Doma Vaquera

Doma Vaquera


So wird die Arbeitsreitweise der berittenen Hirten bezeichnet, die bereits im 17. Jahrhundert in Andalusien erwähnt wurde. Hierbei werden die Rinderherden bewacht oder getrieben, einzelne Tiere aussortiert oder die Kampfbereitschaft der jungen Stiere getestet. Ähnlich wie in der Westernreiterei setzt sie sich im wesentlichen aus Schritt und Galopp zusammen und wird einhändig geritten. Wichtige Grundlagen sind dabei Traversalen, Piouretten, schnelle Starts und Stopps im Galopp, Versammlungen und Galoppwechsel. Schnelligkeit und Wendigkeit des Pferdes ist dabei besonders wichtig. Der Zügel spielt in der Hilfengebung nur eine geringe Rolle, der Reiter arbeitet das Pferd mit Gewicht- und Schenkelhilfen. Dazu kommt das Arbeitsgerät der Hirten - die Garrocha - eine drei Meter lange Holzstange, die zum Selektieren der Jungstiere benutzt wird und um die Angriffsbereitschaft zu prüfen. Die Doma Vaquera kann man als rasante Showeinlage auf vielen pferdesportlichen Veranstaltungen erleben. Viele Reiter bei uns träumen von diesem Tanz mit dem Pferd, der Leichtigkeit und der Einheit von beiden. Allerdings - übersetzt in unsere Reiterei - sollte der Reiter, der sich an die Doma Vaquera wagt, Kenntnisse in der Dressur möglichst Klasse M besitzen um die o.g. Lektionen vom Grundsatz her zu beherrschen. Und selbst dann ist es noch ein weiter Weg, denn wir sind es ja üblicherweise nicht gewohnt z.B. fliegende Wechsel auf der blanken Kandare einhändig zu reiten.



   


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